Zwangsstörungen

//Zwangsstörungen
Zwangsstörungen 2017-12-19T11:47:44+02:00

Zweifel und  zwanghafte Vorstellungen kennen die meisten Menschen, z.B. nochmals nachprüfen ob der Herd ausgeschaltet oder die Tür abgeschlossen ist. Wenn sie jedoch übermässig werden oder keinen Sinn mehr machen, z.B. stundenlanges  oder wiederholtes Händewaschen oder immer wieder bestimmte Straßen abfahren um zu überprüfen, dass man keinen Unfall verursacht hat handelt es sich wahrscheinlich um eine Zwangsstörung. Die Betroffenen werden von wiederkehrenden Gedanken, Impulsen oder Bildern gequält, die sie selbst aufdringlich und  unsinnig empfinden, die sehr unangenehm sind und Angst, Nervosität und Ekel auslösen.

Diese Zwangsgedanken haben unterschiedlichste Inhalte: meistens sind es Befürchtungen, sich verschmutzt oder verseucht zu haben, in irgendeiner Weise die Kontrolle zu verlieren oder andere Menschen absichtlich zu schädigen, z.B. nahe Verwandte mit einem Messer zu attackieren. Um Ängste, Ekel oder grosses Unbehagen zu verringern setzen die Betroffenen  oft ritualisierte Zwangshandlungen ein, z.B. Kontrollhandlungen oder Reinigungsrituale des eigenen Körpers oder der äußeren Umgebung.

Trotz Bewusstheit über die Unsinnigkeit kann dieses oft schädliche  Verhalten ohne Hilfe von außen nur schwer überwunden werden. Nach langer Erkrankung sind die Zwänge so stark Teil des Lebens geworden, dass das Gefühl für die Sinnlosigkeit manchmal verloren gehen kann. Meistens  aber schämen sich  die Betroffenen sehr, es besteht auch die Tendenz zur Verheimlichung, sie wird auch die  „heimliche Krankheit“ genannt.

Die wichtigsten Arten von Zwängen: